Bewerbungstipps

Kleine Tipps.
Starke Bewerbung.

Praktische Impulse aus meiner Arbeit mit Jugendlichen und Bewerbungsunterlagen. Hier findest du meine Tipps zum Nachlesen – unabhängig davon, ob du LinkedIn nutzt.

Bewerbungstipp: foto

Dein Foto wirkt – bevor jemand ein Wort liest

Drei Perspektiven helfen, einen stimmigen Auftritt zu finden. Entscheidend ist, dass du authentisch und gut erkennbar bleibst.

Tipp lesen

Ein Bewerbungsfoto kann den ersten Eindruck mitprägen. Es soll zu dir und zur angestrebten Tätigkeit passen – und dich so zeigen, wie du im Gespräch auftreten möchtest.

  • Mach mehrere Aufnahmen: frontal, leicht seitlich und mit einem etwas anderen Bildausschnitt. So lässt sich bewusst vergleichen.
  • Achte auf weiches Licht, einen ruhigen Hintergrund und einen klaren Blick zur Kamera.
  • Wähle saubere, zum Beruf passende Kleidung. Ein freundlicher Ausdruck wirkt oft überzeugender als eine steife Pose.
  • Vermeide starke Filter und Veränderungen deiner Gesichtszüge. Du sollst auf dem Bild wiedererkennbar sein.

Ein Foto ersetzt weder deine Fähigkeiten noch eine gute Bewerbung. Wenn du eines verwendest, soll es deinen Auftritt unterstützen.

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Bewerbungstipp: motivation

Motivation zeigen statt Floskeln sammeln

Warum dieser Beruf? Warum dieser Betrieb? Eine persönliche Antwort sagt mehr als austauschbare Standardsätze.

Tipp lesen

Ein überzeugendes Motivationsschreiben verbindet deine Erfahrungen mit dem gewünschten Beruf und dem konkreten Betrieb.

  • Nenne etwas, das dich am Beruf wirklich interessiert – möglichst mit einem Beispiel aus einer Schnupperlehre, der Schule oder deinem Alltag.
  • Zeige eine Stärke durch eine konkrete Situation. «Ich arbeite sorgfältig» wird nachvollziehbarer, wenn du beschreibst, wo du das gezeigt hast.
  • Informiere dich über den Betrieb und erkläre, was dich gerade dort anspricht.
  • Lies den Text laut. Klingt er nach dir? Formuliere so, dass du die Aussagen auch im Vorstellungsgespräch erklären kannst.

Du musst nicht perfekt wirken. Eine ehrliche, verständliche Bewerbung zeigt, was du bereits mitbringst und was du lernen möchtest.

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Bewerbungstipp: check

Vor dem Senden: Ist deine Bewerbung vollständig?

Ein kurzer Kontrollgang verhindert vermeidbare Fehler. Prüfe Inhalt, Beilagen und Versand gemeinsam.

Tipp lesen

Bevor du auf «Senden» klickst, geh deine Unterlagen in Ruhe durch. Beachte immer zuerst die Anforderungen des Betriebs.

  • Lebenslauf: aktuelle Kontaktdaten, Schule oder Ausbildung, Schnuppererfahrungen, Sprachen und relevante Fähigkeiten.
  • Motivationsschreiben: richtiger Betrieb, passende Ansprechperson und die korrekte Berufsbezeichnung.
  • Beilagen: verlangte Zeugnisse, Schnupperberichte und weitere geforderte Nachweise.
  • Sprache und Gestaltung: Rechtschreibung, einheitliche Schrift und ein übersichtlicher Aufbau.
  • Versand: richtige Empfängeradresse, klarer Betreff und tatsächlich angehängte, lesbare Dateien. Nutze das vom Betrieb gewünschte Dateiformat.

Öffne die fertigen Dateien noch einmal. Ein zweiter Blick von einer anderen Person kann Fehler entdecken, die du selbst überliest.

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Bewerbungstipp: ein-pdf

Eine Bewerbung. Ein PDF. Ein klarer Eindruck.

Sieben Anhänge in verschiedenen Formaten machen das Lesen unnötig aufwendig. Ein geordnetes Dossier erleichtert den Überblick.

Tipp lesen

Lebenslauf als Word-Datei, Zeugnisse als Fotos, Motivationsschreiben als PDF: Die empfangende Person muss jede Datei einzeln öffnen und die Reihenfolge selbst zusammensetzen.

Wenn du dich per E-Mail bewirbst und der Betrieb nichts anderes verlangt, fasse deine Unterlagen zu einem einzigen PDF zusammen.

  • Ordne das Dossier: Motivationsschreiben, Lebenslauf und die verlangten Beilagen.
  • Achte auf einheitliche Gestaltung und gut lesbare, gerade ausgerichtete Scans.
  • Benenne die Datei eindeutig, zum Beispiel Bewerbung_KV_Vorname_Nachname.pdf.
  • Prüfe die zulässige Dateigrösse und öffne das fertige PDF vor dem Versand nochmals.

So bleibt die Reihenfolge erhalten und das Dossier lässt sich leichter lesen, speichern und weiterleiten. Das PDF bewahrt die Gestaltung deiner Unterlagen.

Die Vorgaben des Betriebs gehen vor. Verlangt ein Bewerbungsportal separate Uploads, reichst du die Dokumente einzeln ein.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit: Bewerbungsarten

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Bewerbungstipp: storytelling

Zeig deine Stärken. Erzähl ein Beispiel.

Storytelling macht deine Erfahrungen greifbar – mit einer kurzen, ehrlichen Situation statt einer Liste schöner Eigenschaften.

Tipp lesen

«Ich bin zuverlässig und teamfähig.» Das ist schnell geschrieben. Ein Beispiel zeigt, was dahintersteckt.

Zum Beispiel: «Beim Schulprojekt habe ich die Aufgaben mit meiner Gruppe verteilt, meinen Teil rechtzeitig fertiggestellt und einer Mitschülerin beim Zusammenbauen geholfen.»

  • Situation: Worum ging es?
  • Handlung: Was hast du selbst getan?
  • Ergebnis: Was ist gelungen oder was hast du gelernt?

Wähle eine Erfahrung aus Schule, Schnupperlehre, Hobby oder Alltag, die zum Beruf passt. Erzähle sie kurz, konkret und in deinen eigenen Worten. Erfinde nichts und übertreibe nicht.

Deine Geschichte muss nicht spektakulär sein. Sie soll deine Stärke nachvollziehbar machen.

Quelle: berufsberatung.ch: Bewerbungsbrief schreiben

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Bewerbungstipp: neurodivergenz

ADHS oder Autismus: Was gehört in deine Bewerbung?

Die Entscheidung braucht einen Blick auf deine Situation, die Tätigkeit und den passenden Zeitpunkt.

Tipp lesen

«Soll ich meine Diagnose erwähnen?» Darauf gebe ich kein pauschales Ja oder Nein.

Eine Diagnose allein erklärt weder deine Fähigkeiten noch deine Arbeitsweise. Entscheidend ist, was du gut kannst, wo Herausforderungen liegen und welche Bedingungen dir helfen.

  • Welche deiner Stärken sind für die Tätigkeit relevant?
  • Brauchst du im Auswahlverfahren oder Arbeitsalltag konkrete Unterstützung?
  • Was möchtest du wem und zu welchem Zeitpunkt mitteilen?

Eine mögliche Formulierung – wenn sie zu dir passt: «Mit klaren Arbeitsaufträgen und einer schriftlichen Übersicht kann ich meine Aufgaben gut organisieren.»

Wenn du ADHS oder dein Autismus-Spektrum ansprechen möchtest, verbinde die Information mit konkreten Erfahrungen und hilfreichen Rahmenbedingungen. Eine frühzeitige Absprache kann sinnvoll sein, wenn du bereits für ein Gespräch oder einen Test Anpassungen brauchst.

Besprich die Entscheidung bei Unsicherheit mit einer qualifizierten Beratungsstelle. Berufsbezogene Anforderungen und mögliche Auskunftspflichten müssen im Einzelfall geklärt werden. Für Eltern gilt: Entscheiden Sie mit Ihrem Kind, nicht über seinen Kopf hinweg.

Quelle: CIPD: Neurodiversity at work (englisch)

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Bewerbungstipp: erster-mailkontakt

Der erste Eindruck beginnt im ersten Mail.

Auch eine kurze Nachricht verdient einen sorgfältigen Kontrollblick.

Tipp lesen

Dein Dossier ist sorgfältig vorbereitet – und im Begleitmail stehen ein falscher Firmenname und mehrere Schreibfehler?

Das kann Zweifel an deiner Sorgfalt auslösen, bevor deine Stärken überhaupt gelesen werden. Ein Schreibfehler macht dich nicht weniger geeignet. Er kann aber einen Eindruck erzeugen, der dir nicht gerecht wird.

  • Sind Empfängeradresse, Name und Anrede korrekt?
  • Ist der Betreff klar und die Berufsbezeichnung richtig?
  • Sind Rechtschreibung und Grammatik geprüft?
  • Sind die verlangten Dateien tatsächlich angehängt?

Lies das Mail laut, nutze die Rechtschreibprüfung und lass bei Unsicherheit eine zweite Person mitlesen. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Firmen- und Personennamen.

Forschung zeigt negative Auswirkungen von Schreibfehlern in Lebensläufen. Wie stark ein einzelner Fehler in einem ersten Mail wirkt, lässt sich daraus nicht exakt ableiten.

Dein Können soll im Mittelpunkt stehen – nicht ein vermeidbarer Tippfehler.

Quelle: PLOS ONE: Costly mistakes (2023)

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Bewerbungstipp: psychologie

Ein Dossier wirkt. Auch psychologisch.

Aufbau und Gestaltung helfen dem Gegenüber, deine Fähigkeiten zu erkennen und einzuordnen.

Tipp lesen

Eine Bewerbung vermittelt Informationen. Gleichzeitig entsteht beim Lesen ein Eindruck von dir.

Klare Überschriften erleichtern die Orientierung. Konkrete Beispiele machen Aussagen nachvollziehbar. Ein persönlicher Bezug zum Betrieb zeigt, weshalb du dich gerade dort bewirbst.

  • Klarheit: Findet man die wichtigen Informationen schnell?
  • Orientierung: Ist die Reihenfolge verständlich und die Gestaltung gut lesbar?
  • Glaubwürdigkeit: Passen Aussagen, Beispiele und Unterlagen zusammen?

Menschen können sich auch von einem ersten Eindruck oder unbewussten Vorannahmen beeinflussen lassen. Das ist ein Grund für faire, strukturierte Auswahlverfahren – kein Grund, sich zu verstellen.

Eine bestimmte Farbe garantiert keine Einladung. Ein schönes Layout ersetzt keine Eignung. Mein Tipp: Gestalte so, dass deine tatsächlichen Stärken leicht erkennbar werden.

Quelle: CIPD: Inclusive recruitment (englisch)

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Bewerbungstipp: erster-blick

Wie viel Zeit bleibt für den ersten Blick?

Es gibt keine universelle Sekundenregel. Ein übersichtliches Dossier hilft trotzdem.

Tipp lesen

«Recruiter lesen jede Bewerbung nur sechs Sekunden.» Diese Aussage klingt eindrücklich – ist als allgemeine Regel aber zu pauschal.

Eine häufig zitierte Ladders-Untersuchung von 2018 berichtete durchschnittlich 7,4 Sekunden für die erste Sichtung von Lebensläufen. Das beschreibt weder das vollständige Lesen eines Dossiers noch eine verbindliche Dauer für Schweizer Lehrstellenbewerbungen.

Die Zeit hängt unter anderem von Stelle, Bewerbungsmenge und Auswahlverfahren ab. Die praktische Konsequenz bleibt: Mach die wichtigsten Informationen leicht auffindbar.

  • Nenne die gewünschte Stelle klar.
  • Zeige Schule, Ausbildung und relevante Erfahrungen übersichtlich.
  • Verknüpfe passende Stärken mit kurzen Beispielen.
  • Nutze klare Überschriften, eine gut lesbare Schrift und genügend Weissraum.

Teste es mit einer anderen Person: Erkennt sie auf den ersten Blick, wofür du dich bewirbst und was du dafür mitbringst?

Du musst nicht gegen eine Stoppuhr schreiben. Du kannst dem Gegenüber das Verstehen erleichtern.

Quelle: Ladders: Eye-Tracking Study (2018)

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Ein Test zeigt Fähigkeiten. Nicht den ganzen Menschen.

Ein Test zeigt Fähigkeiten. Nicht den ganzen Menschen.

Multicheck oder Basic Check: Was sagen diese Ergebnisse wirklich?

Tipp lesen

Ein Testergebnis ist ein wichtiger Baustein. Es ist nicht deine ganze Bewerbung.

Der Multicheck ist auf Berufsgruppen ausgerichtet. Der Basic Check erfasst berufsneutral sprachliche, mathematische und kognitive Fähigkeiten. Welche Analyse und Zusatzmodule verlangt werden, entscheidet der jeweilige Betrieb.

Mein Rat: Frag zuerst nach den Anforderungen. Nutze die offiziellen Übungsaufgaben, lies die Auswertung sorgfältig und lass unklare Ergebnisse erklären. Ein tieferer Wert ist ein Anlass, genauer hinzusehen und Lernschritte zu planen – kein Urteil über deinen Wert als Mensch.

Zum Gesamtbild gehören auch Zeugnisse, praktische Erfahrungen, Motivation und Rückmeldungen aus dem Schnuppern. Ein hoher Wert garantiert keine Zusage; ein einzelner Wert beschreibt nicht alle deine Stärken.

Welche Fähigkeit möchtest du mit einem konkreten Beispiel sichtbar machen?

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Noten zeigen Leistungen. Beispiele zeigen Stärken.

Noten zeigen Leistungen. Beispiele zeigen Stärken.

Überfachliche Kompetenzen und Zeugnisnoten gehören zusammen.

Tipp lesen

Eine Mathematiknote sagt etwas über schulische Leistung. Sie erzählt noch nicht vollständig, wie du im Team arbeitest, Hilfe holst oder mit Fehlern umgehst.

Der Lehrplan 21 unterscheidet personale, soziale und methodische Kompetenzen. Für deine Bewerbung heisst das: Zeige auch, wie du lernst, zusammenarbeitest und Aufgaben angehst.

Statt «Ich bin teamfähig» hilft ein ehrliches Beispiel: «Bei unserem Klassenprojekt habe ich die Aufgaben mit der Gruppe verteilt und rechtzeitig nachgefragt, als etwas unklar war.»

Noten bleiben wichtig. Überfachliche Stärken ersetzen fachliche Anforderungen nicht – sie ergänzen das Bild. Und sie lassen sich weiterentwickeln.

Drei Fragen: Wann bist du drangeblieben? Wann hast du Verantwortung übernommen? Wann hat dein Beitrag anderen geholfen?

Deine Bewerbung darf zeigen, was hinter deinen Noten steckt.

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Dein Schnupperbericht spricht fuer dich

Dein Schnupperbericht spricht für dich.

Rückmeldungen machen praktische Erfahrungen sichtbar.

Tipp lesen

Du hast geschnuppert. Aber steht im Dossier auch, was du dabei gezeigt und gelernt hast?

Ein Schnupperbericht kann Interesse, Aufgaben und Fähigkeiten sichtbar machen. Eine gute Rückmeldung kann deine Bewerbung unterstützen. Sie ist jedoch keine Garantie für eine Lehrstelle.

Bitte am Ende um ein Gespräch und einen schriftlichen Bericht. Frage konkret: Was ist mir gelungen? Wo kann ich mich verbessern? Welche Aufgabe hat zu mir gepasst?

Lies die Rückmeldung, bevor du sie verschickst. Besprich unklare Aussagen mit der betreuenden Person. Verändere Bewertungen nicht selbst. Nutze Kritik als Ausgangspunkt für einen nächsten Lernschritt.

Führe Beruf, Betrieb, Zeitraum und Aufgaben im Lebenslauf auf. Im Bewerbungsschreiben kannst du eine passende Erfahrung schildern. Als Referenz darfst du eine Person erst nennen, wenn sie einverstanden ist.

Schnuppern endet nicht am letzten Arbeitstag. Die Auswertung gehört dazu.

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Gleicher Beruf. Andere Firma. Neues Bild.

Gleicher Beruf. Andere Firma. Neues Bild.

Warum Schnuppern in verschiedenen Betrieben und Berufen hilft.

Tipp lesen

Hat dir der Beruf nicht gefallen – oder dieser eine Betrieb?

Das ist ein Unterschied. Aufgaben, Team, Betreuung und Arbeitsabläufe können sich von Betrieb zu Betrieb unterscheiden. Wenn dich der Beruf weiterhin interessiert, lohnt sich ein weiterer Einblick.

Auch verschiedene Berufe und Branchen zu erkunden kann helfen, Interessen zu überprüfen. Es geht nicht darum, möglichst viele Schnuppertage zu sammeln, sondern bewusst zu vergleichen.

Notiere nach jedem Einblick: Welche Tätigkeiten haben mir gefallen? Was war anstrengend? Wie wurden Fragen beantwortet? Kann ich mir vorstellen, hier täglich zu lernen?

Trenne in deinen Notizen «Beruf» und «Betrieb». Besprich deine Erfahrungen mit einer Vertrauensperson oder der Berufsberatung.

Ein sympathisches Team ist wertvoll. Eine Tätigkeit, die zu dir passt, ebenso. Beides verdient Aufmerksamkeit.

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Zwei Zusagen. Welche passt zu dir?

Zwei Zusagen. Welche passt zu dir?

Eine Entscheidungshilfe für zwei Lehrstellenangebote.

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Zwei Zusagen sind eine schöne Nachricht. Trotzdem kann die Entscheidung schwerfallen.

Meine Entscheidungshilfe: Vergleiche deine künftige Ausbildung – nicht nur den Firmennamen.

Wer begleitet dich? Wie werden Lernende eingeführt? Welche Aufgaben und Einblicke bekommst du? Wie hast du die Lernkultur erlebt? Wie passen Arbeitszeiten und Arbeitsweg zu deinem Alltag?

Schreibe zu beiden Angeboten auf, was du wirklich weisst und was noch offen ist. Kläre die offenen Punkte im Gespräch. Gewichte die Kriterien nach ihrer Bedeutung für dich; eine einfache Tabelle hilft beim Sortieren, entscheidet aber nicht an deiner Stelle.

Sprich mit Eltern oder einer Vertrauensperson, ohne deine eigene Sicht zu verlieren. Sage dem anderen Betrieb nach deinem Entscheid zeitnah und respektvoll ab.

Wo kannst du fachlich lernen, Fragen stellen und dich als Mensch entwickeln? Diese Frage ist oft hilfreicher als: Welches Logo wirkt beeindruckender?

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Zusage unter Druck? Erst Klarheit. Dann entscheiden.

Zusage unter Druck? Erst Klarheit. Dann entscheiden.

Wenn ein Angebot vorliegt, das Wunschgespräch aber erst später stattfindet.

Tipp lesen

Ein Betrieb möchte heute eine Antwort. Dein Gespräch bei der bevorzugten Stelle findet erst in zwei Wochen statt. Was nun?

Mein Rat: Nicht abtauchen und keine Zusage als unverbindliche Reservation behandeln.

Bedanke dich beim ersten Betrieb und frage nach einer konkreten Bedenkfrist: «Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Ich möchte die Entscheidung sorgfältig treffen. Kann ich Ihnen bis zum [Datum] verbindlich Bescheid geben?» Eine Verlängerung kann angefragt werden; sie ist nicht garantiert.

Informiere den zweiten Betrieb ehrlich über die Frist. Frage, ob das Gespräch vorgezogen werden kann oder wann ein Entscheid realistisch wäre.

Bleibt die Frist bestehen, musst du zwischen einem konkreten Angebot und einer noch offenen Möglichkeit abwägen. Lass dich dabei unterstützen. Druck allein ist kein guter Entscheidungsgrund – die Zeitplanung des Betriebs darf aber ebenfalls berücksichtigt werden.

Wenn bereits eine Zusage oder ein Vertrag vorliegt, kläre die konkrete Situation mit der Berufsberatung beziehungsweise dem zuständigen Berufsbildungsamt, bevor du zurücktrittst.

Klarheit schafft mehr Vertrauen als Hinhaltetaktik.

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Fünf Minuten zu spät? Deine Reaktion zählt.

Fünf Minuten zu spät? Deine Reaktion zählt.

Pünktlichkeit vorbereiten und mit einer Verspätung verantwortlich umgehen.

Tipp lesen

Fünf Minuten können beim Schnuppern oder Vorstellungsgespräch einen ungünstigen ersten Eindruck hinterlassen. Sie beweisen aber nicht, dass du als Mensch unzuverlässig bist.

Was zählt: deine Vorbereitung und dein Umgang mit der Situation.

Prüfe Adresse, Treffpunkt, Ansprechperson und Verbindung am Vortag. Plane eine Reserve ein und halte die Telefonnummer bereit.

Wenn du absehbar zu spät kommst, informiere den Betrieb möglichst früh: «Es tut mir leid, ich verspäte mich voraussichtlich um zehn Minuten. Ich komme ungefähr um [Zeit] an.» Melde dich nur, wenn du das sicher tun kannst.

Entschuldige dich bei der Ankunft kurz und ehrlich. Keine erfundenen Ausreden. Danach konzentrierst du dich auf das Gespräch oder die Aufgaben.

Wenn Verspätungen wiederholt auftreten, suche nach der Ursache und ändere deine Planung. Verlässlichkeit zeigt sich auch darin, aus Fehlern zu lernen.

Pünktlichkeit ist Respekt. Verantwortung beginnt schon vor der Ankunft.

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Du musst nicht alles allein schaffen.

Du musst nicht alles allein schaffen.

Wenn Eltern und Lehrpersonen gerade keine Zeit haben.

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Du sollst dich bewerben, Termine im Blick behalten und Entscheidungen treffen. Aber niemand scheint Zeit für dich zu haben. Das kann sich ziemlich einsam anfühlen.

Eigenverantwortung bedeutet nicht, alles ohne Unterstützung zu schaffen.

Mach deinen Bedarf konkret: «Ich brauche zwanzig Minuten, um meine nächsten Schritte zu planen. Wann wäre das möglich?» Frage eine Lehrperson, die Schulsozialarbeit, eine andere Vertrauensperson oder die Berufsberatung im BIZ. Welche Angebote und Bedingungen gelten, erfährst du direkt dort.

Für heute reicht ein überschaubarer Anfang: eine Liste mit offenen Aufgaben, einer nächsten Handlung und einem Termin. Zum Beispiel: morgen einen Betrieb anrufen und danach die Antwort notieren.

Wenn eine Person keine Zeit hat, ist das kein Beweis, dass dein Anliegen unwichtig ist. Suche eine weitere Anlaufstelle. Eltern können Rückhalt geben; sie müssen nicht jeden Text selbst schreiben.

Du darfst Hilfe holen. Das ist keine Schwäche, sondern ein Schritt in Richtung deines Ziels.

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Eine Absage ist eine Rückmeldung. Kein Urteil über dich.

Eine Absage ist eine Rückmeldung. Kein Urteil über dich.

Was du aus Absagen und mittelmässigen Schnupperauswertungen gewinnen kannst.

Tipp lesen

Eine Absage tut weh. Eine mittelmässige Schnupperauswertung kann verunsichern. Beides darf dich beschäftigen – und beides kann dir Hinweise für den nächsten Schritt geben.

Nicht jede Absage liegt an dir. Ein Betrieb kann viele passende Bewerbungen erhalten oder anders entscheiden, als du gehofft hast.

Wenn möglich, frage freundlich nach einer konkreten Rückmeldung. Es gibt keine Garantie, dass du eine ausführliche Antwort bekommst. Bei einer Schnupperauswertung helfen Fragen wie: «In welcher Situation hätten Sie sich mehr Eigeninitiative gewünscht?» oder «Was kann ich beim nächsten Mal anders machen?»

Trenne Beobachtung und Bewertung. «Ich habe bei unklaren Aufgaben nicht nachgefragt» lässt sich bearbeiten. «Ich tauge nicht» hilft dir nicht weiter und folgt daraus auch nicht.

Wähle einen machbaren Lernschritt. Übe Nachfragen, plane genauer oder lass dein Dossier gegenlesen. Halte auch fest, was bereits gut gelungen ist.

Eine Rückmeldung ist besonders wertvoll, wenn aus ihr eine konkrete Veränderung wird.

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Dein Ziel braucht deinen nächsten Schritt.

Dein Ziel braucht deinen nächsten Schritt.

Was Warten erschwert und wie du ins Handeln kommst.

Tipp lesen

«Ich mache es später» fühlt sich heute bequem an. Morgen können eine Frist näher gerückt, ein Schnupperplatz vergeben oder mehrere Aufgaben gleichzeitig dringend sein.

Eigenverantwortung heisst nicht, dass du alles allein können musst. Sie heisst: den nächsten Schritt kennen, Unterstützung anfragen und Vereinbarungen ernst nehmen.

Teile dein Ziel in kleine Handlungen: Betrieb auswählen. Anforderungen lesen. Anrufen. Unterlagen prüfen. Bewerbung senden. Antwort und nächsten Termin notieren.

Plane eine konkrete Zeit statt eines vagen «irgendwann»: «Am Dienstag um 17 Uhr überarbeite ich zwanzig Minuten lang meinen Lebenslauf.» Wenn du blockiert bist, frage dich: Fehlt mir Wissen, Mut, Zeit oder Hilfe? Je nach Ursache braucht es eine andere Lösung.

Auch bewusstes Warten kann sinnvoll sein, etwa bis zu einem vereinbarten Rückmeldetermin. Notiere dann, wann du nachfragst. Ungeplantes Aufschieben ist etwas anderes.

Du musst heute nicht die ganze Zukunft lösen. Aber du kannst deinen nächsten Schritt machen.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Ein Gespräch. Zwei Seiten.

Ein Gespräch. Zwei Seiten.

Ein Vorstellungsgespräch ist auch dein Einblick in den Betrieb.

Tipp lesen

Du bist eingeladen. Jetzt musst du nicht eine perfekte Rolle spielen, sondern verständlich zeigen, wer du bist und warum dich diese Ausbildung interessiert.

Bereite ein kurzes Beispiel aus Schule, Freizeit oder Schnupperlehre vor. Erkläre deine Aufgabe, deinen Beitrag und was du gelernt hast. Sprich in deinen eigenen Worten.

Gleichzeitig darfst du herausfinden, ob der Betrieb zu dir passt: Wie wirst du begleitet? Wie lernen die Auszubildenden im Alltag? Wer hilft bei Schwierigkeiten?

Mein Rat: Höre aufmerksam zu, antworte auf die tatsächliche Frage und frage nach, wenn dir etwas unklar ist. Ein Gespräch ist kein Wettbewerb um die schönste Formulierung.

Am Schluss klärst du, wie es weitergeht und wann eine Rückmeldung geplant ist. Danach notierst du deinen Eindruck – auch deine offenen Fragen zählen.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Nach dem Schnuppern: Frag genauer.

Nach dem Schnuppern: Frag genauer.

Ein Auswertungsgespräch verdient Vorbereitung.

Tipp lesen

«War gut» freut dich. «Du musst aktiver werden» lässt dich vielleicht ratlos zurück. Im Auswertungsgespräch darfst du um Beispiele bitten.

Bereite drei Punkte vor: Was ist mir gelungen? Was war schwierig? Was möchte ich besser verstehen?

Frage konkret: «Bei welcher Aufgabe hätten Sie sich mehr Eigeninitiative gewünscht?» und «Was wäre in dieser Situation hilfreich gewesen?» Höre zuerst zu, bevor du erklärst, wie du die Situation erlebt hast.

Notiere eine Stärke und einen nächsten Lernschritt. Vereinbart, falls passend, woran eine Verbesserung erkennbar wäre.

Du darfst auch deine Sicht einbringen: Welche Tätigkeiten haben dir gefallen? Wo hast du Unterstützung gebraucht? Passten Beruf und Betrieb zu dir?

So wird das Gespräch mehr als eine Bewertung: eine Grundlage für deinen nächsten Einblick.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Passend angezogen. Echt geblieben.

Passend angezogen. Echt geblieben.

Kleidung soll zur Situation passen, nicht verkleiden.

Tipp lesen

Braucht es für jedes Vorstellungsgespräch einen Anzug? Nein. Entscheidend ist ein sauberer, gepflegter Auftritt, der zum Beruf, Betrieb und Anlass passt.

Mein Rat: Schaue dir den Betrieb an und frage bei Unsicherheit freundlich nach. Wähle etwas, in dem du dich bewegen und auf das Gespräch konzentrieren kannst. Teure Marken sind keine Voraussetzung.

Für eine Schnupperlehre gelten möglicherweise andere Anforderungen als für ein Gespräch: Arbeitsschuhe, Schutzkleidung oder Hygienevorgaben klärst du vorher mit dem Betrieb.

Lege deine Kleidung am Vorabend bereit. Prüfe auch Schuhe und mitzubringende Unterlagen.

Kleidung vermittelt einen Eindruck, beweist aber weder Können noch Charakter. Sie soll deinen Auftritt unterstützen – deine Antworten und dein Interesse bleiben wesentlich.

Für ein KV-Gespräch können eine Bluse mit Rock oder eine gepflegte Hose passend sein, wenn du dich darin wohlfühlst. Ein eleganter Stil ist eine Möglichkeit, keine Pflicht. Im Baugewerbe gehören für Frauen und Männer zur praktischen Arbeit geeignete Arbeitskleidung und vorgeschriebene Schutzmittel dazu. Kläre vor dem Schnuppern, was du mitbringen sollst und was der Betrieb bereitstellt. Ein Rock kann zu einem Bürogespräch passen, ersetzt aber keine sichere Arbeitskleidung auf der Baustelle.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Klar sprechen. Gut zuhören.

Klar sprechen. Gut zuhören.

Ein gutes Gespräch ist keine Einbahnstrasse.

Tipp lesen

Du musst nicht besonders kompliziert sprechen, um professionell zu wirken. Verständlichkeit, Aufmerksamkeit und ehrliches Interesse helfen mehr.

Lass dein Gegenüber ausreden. Beantworte die Frage mit einem passenden Beispiel und bleibe beim Thema. Wenn du etwas nicht verstehst, kannst du sagen: «Könnten Sie die Frage bitte genauer erklären?»

Mein Übungsvorschlag: Erkläre jemandem in einer Minute, warum dich der Beruf interessiert. Lass dir anschliessend sagen, was verständlich war und wo noch Fragen offen sind.

Du darfst eine Pause machen. Du musst nicht jeden Moment mit Worten füllen. Auch Lautstärke und Tempo sollen ein Gespräch ermöglichen.

Eine zurückhaltende Person kann sehr aufmerksam und kompetent sein. Es geht um Austausch, nicht darum, möglichst laut oder dominant aufzutreten.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Respekt zeigt sich im Kleinen.

Respekt zeigt sich im Kleinen.

Höflichkeit ohne starre Show.

Tipp lesen

Knigge beim Bewerben bedeutet für mich vor allem: Menschen respektvoll behandeln und Vereinbarungen ernst nehmen.

Begrüsse die Personen, mit denen du zu tun hast – auch am Empfang. Stelle dich vor, höre zu und bedanke dich für die Zeit. Schalte dein Handy vor dem Gespräch auf lautlos und lege es weg.

Verwende zunächst die vereinbarte oder übliche Anrede. Wenn dir das Du angeboten wird, kannst du es übernehmen. Bei Unsicherheit fragst du nach.

Ein Handschlag ist keine Pflichtübung und kein Persönlichkeitstest. Achte auf Situation, kulturelle Unterschiede und persönliche Grenzen.

Wenn du einen Termin ändern musst, melde dich früh. Wer freundlich kommuniziert und Absprachen einhält, macht Zusammenarbeit leichter.

Höflichkeit braucht kein auswendig gelerntes Theater. Sie beginnt mit Aufmerksamkeit.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Deine Fragen zeigen dein Interesse.

Deine Fragen zeigen dein Interesse.

Frage nach dem Lernen, nicht nur nach dem Jobtitel.

Tipp lesen

«Hast du noch Fragen?» ist eine Gelegenheit, deine künftige Ausbildung besser kennenzulernen.

Bereite Fragen vor, deren Antworten du nicht bereits auf der Website gefunden hast. Zum Beispiel: «Wie sieht die Einführung aus?» «Wer begleitet mich?» «Welche Aufgaben übernehmen Lernende im ersten Jahr?» «Wie bekomme ich Rückmeldungen?»

Arbeitszeiten, Berufsfachschule, Weg und Rahmenbedingungen sind ebenfalls wichtig. Stelle deine Fragen respektvoll und im passenden Moment.

Wenn ein Thema im Gespräch bereits erklärt wurde, musst du deine vorbereitete Frage nicht nochmals stellen. Greife lieber einen Punkt auf, den du vertiefen möchtest.

Mein Rat: Schreibe vorab drei Fragen auf, die für deinen Entscheid wirklich wichtig sind. Interesse ist glaubwürdig, wenn du die Antworten auch hören willst.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Stärken zeigen. Lernfelder benennen.

Stärken zeigen. Lernfelder benennen.

Keine Schein-Schwäche, sondern ein echter Lernschritt.

Tipp lesen

«Meine Schwäche ist, dass ich zu perfekt bin» klingt oft wie eine vorbereitete Ausweichantwort. Hilfreicher ist eine ehrliche, passende Beschreibung.

Überlege: Was fällt mir noch schwer? Was tue ich bereits, um besser damit umzugehen?

Ein Beispiel: «Bei mehreren Aufgaben verliere ich manchmal die Reihenfolge aus dem Blick. Deshalb schreibe ich die Schritte auf und kläre, was zuerst wichtig ist.»

Zeige genauso eine Stärke mit einer konkreten Situation. Du musst keine private Lebensgeschichte offenlegen, um glaubwürdig zu sein. Bleibe bei dem, was für die Ausbildung relevant ist.

Mein Blick aus der Praxis: Lernbereitschaft wird sichtbar, wenn jemand Schwierigkeiten wahrnimmt und an einer Lösung arbeitet. Du bewirbst dich um eine Ausbildung – du musst noch nicht alles können.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Nervös? Du darfst trotzdem überzeugen.

Nervös? Du darfst trotzdem überzeugen.

Vorbereitung gibt Halt, ohne Perfektion zu verlangen.

Tipp lesen

Ein wichtiger Termin kann nervös machen. Das bedeutet nicht, dass du für die Lehrstelle ungeeignet bist.

Mein Vorschlag: Übe den Einstieg mit einer vertrauten Person. Nicht Wort für Wort auswendig, sondern die wichtigsten Gedanken: wer du bist, was dich am Beruf interessiert und welche Erfahrung du mitbringst.

Organisiere Weg, Kleidung und Unterlagen vorher. So musst du kurz vor dem Gespräch weniger Entscheidungen treffen.

Während des Gesprächs darfst du kurz überlegen, einen Schluck Wasser trinken oder um eine Wiederholung bitten. Ein Satz wie «Ich bin etwas nervös, weil mir das Gespräch wichtig ist» kann dir helfen, ehrlich im Kontakt zu bleiben.

Wenn dich die Anspannung stark oder wiederholt blockiert, hole dir passende Unterstützung. Du musst sie nicht allein überwinden.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Gut vorbereitet. Nicht auswendig gelernt.

Gut vorbereitet. Nicht auswendig gelernt.

Verstehe Beruf und Betrieb, bevor du antwortest.

Tipp lesen

Eine gute Vorbereitung beginnt nicht mit einer Liste möglichst beeindruckender Antworten.

Lies die Ausschreibung, deine Bewerbung und Informationen zum Betrieb. Welche Aufgaben erwarten dich? Was interessiert dich daran? Welche Erfahrung zeigt, dass du dich damit beschäftigt hast?

Wähle zwei oder drei echte Beispiele. Übe, sie verständlich zu erzählen, ohne eine Rolle einzustudieren. Prüfe Datum, Treffpunkt, Ansprechperson und mitzubringende Unterlagen.

Notiere deine offenen Fragen. Wenn dir Wissen fehlt, darfst du das erkennen und gezielt nachfragen.

Mein Rat: Lass dir beim Üben unterschiedliche Fragen stellen. So lernst du, deine Gedanken flexibel auszudrücken.

Vorbereitung soll dir Sicherheit geben. Sie soll nicht verhindern, dass ein echtes Gespräch entsteht.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Schwierige Frage? Erst denken. Dann antworten.

Schwierige Frage? Erst denken. Dann antworten.

Nachfragen ist besser als eine erfundene Antwort.

Tipp lesen

Im Gespräch kommt eine Frage, auf die du nicht vorbereitet bist. Du musst nicht sofort irgendetwas sagen.

Bitte bei Bedarf um eine Erklärung: «Meinen Sie damit eine Situation in der Schule oder beim Schnuppern?» Nimm dir einen kurzen Moment und wähle ein ehrliches Beispiel.

Wenn du keine passende Erfahrung hast, sage das. Du kannst ergänzen, wie du eine solche Aufgabe angehen oder Unterstützung holen würdest.

Bei Kritik helfen konkrete Antworten statt Rechtfertigungen: Was war schwierig? Was hast du verstanden? Was machst du inzwischen anders?

Mein Rat: Übe auch ungewohnte Fragen. Nicht um jede Antwort zu kennen, sondern um ruhig nachzudenken und verständlich zu reagieren.

Ehrlichkeit und Lernbereitschaft sind hilfreicher als eine Geschichte, die du später nicht erklären kannst.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Videocall. Echter Kontakt.

Videocall. Echter Kontakt.

Technik prüfen. Gespräch führen.

Tipp lesen

Ein Videocall ist ein echtes Vorstellungsgespräch – mit einer zusätzlichen Vorbereitung: der Technik.

Mein Rat: Teste vorher Kamera, Mikrofon und die verwendete Plattform. Stelle das Gerät stabil auf Augenhöhe, nutze Licht von vorne und suche einen ruhigen Ort mit einem unaufdringlichen Hintergrund. Halte Ladegerät, Kontaktdaten und deine Unterlagen bereit. Kläre auch, wen du bei einem Verbindungsproblem erreichen kannst.

Zieh dich passend zum Betrieb an, wie für ein Gespräch vor Ort. Ein paar Stichworte dürfen dich unterstützen; lies deine Antworten nicht vom Bildschirm ab. Schau dein Gegenüber an und zwischendurch zur Kamera, ohne dich zu einem starren Blick zu zwingen.

Wenn der Ton stockt: Sag es. Bitte um Wiederholung, statt eine Frage zu erraten. Kurze Pausen helfen, einander nicht ins Wort zu fallen. Ein Technikproblem sagt nichts über deine beruflichen Fähigkeiten aus.

Welche kleine Vorbereitung würde dir für deinen nächsten Videocall mehr Sicherheit geben?

Zum Weiterlesen

Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Wohin mit den Händen?

Wohin mit den Händen?

Natürlich bleiben. Ruhig ankommen.

Tipp lesen

Im Gespräch denkst du plötzlich an deine Hände statt an deine Antwort? Damit bist du nicht allein.

Mein Rat: Setz dich bequem und aufrecht hin, stelle die Füsse auf den Boden und lass die Schultern locker. Du kannst die Hände entspannt auf den Tisch oder in den Schoss legen. Wenn du beim Erzählen natürlich gestikulierst, ist das in Ordnung. Du brauchst keine einstudierte Haltung.

Ein Stift kann für Notizen sinnvoll sein. Wenn du damit ständig klickst, leg ihn kurz ab. Ein kleiner Positionswechsel oder eine Pause ist erlaubt. Ziel ist, dass du gut zuhören und verständlich antworten kannst.

Wichtig: Aus verschränkten Armen, wenig Blickkontakt oder einer unruhigen Hand lässt sich weder dein Charakter noch deine Motivation zuverlässig ablesen. Menschen zeigen Aufmerksamkeit unterschiedlich. Du musst keine Körpersprache-Rolle spielen.

Übe ein kurzes Gespräch und frage danach: War meine Antwort verständlich? Habe ich zugehört? Das bringt mehr als die Suche nach der perfekten Handhaltung.

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Unterstützung bei deiner Bewerbung anfragen
Echt sein. Bewusst auftreten.

Echt sein. Bewusst auftreten.

Du musst keine Rolle spielen.

Tipp lesen

Wie authentisch darfst du im Vorstellungsgespräch sein? Du darfst du selbst sein – und bewusst entscheiden, was du wie erzählst.

Mein Rat: Sprich in deinen eigenen Worten. Zeig dein Interesse mit echten Beispielen und benenne auch, was du noch lernen möchtest. Wenn du etwas nicht weisst, ist eine ehrliche Antwort hilfreicher als eine erfundene.

Authentisch sein bedeutet nicht, jede private Geschichte zu erzählen oder jeden spontanen Gedanken auszusprechen. Respekt, passende Sprache und Verlässlichkeit gehören zu einem beruflichen Gespräch. Du kannst dich an die Situation anpassen, ohne deine Persönlichkeit zu verstecken.

Versprich keine Begeisterung für Aufgaben, die du eigentlich ablehnst. Frag lieber nach, wie viel davon zum Alltag gehört. Ein Lehrbetrieb soll dich kennenlernen – und du sollst herausfinden, ob du dort gut lernen kannst.

Welche Stärke würdest du mit einem Beispiel aus deinem echten Alltag zeigen?

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Passt die Firma zu dir?

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Nicht nur zusagen. Auch hinschauen.

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Nicht nur der Betrieb entscheidet, ob du passt. Auch du darfst prüfen, ob dieser Ausbildungsplatz zu dir passt.

Mein Rat: Schau auf den tatsächlichen Alltag. Welche Aufgaben machen dir Freude? Wer begleitet dich beim Lernen? Wie erklärt man dir etwas? Wie werden Fehler und Fragen behandelt? Achte beim Schnuppern auf konkrete Situationen, nicht nur auf schöne Worte.

Frag zum Beispiel: «Wer ist meine Ansprechperson, wenn ich nicht weiterkomme?» Oder: «Wie geben Sie Lernenden Rückmeldungen?» Ein Gespräch mit aktuellen Lernenden kann dir zusätzliche Eindrücke geben, wenn der Betrieb dies ermöglicht.

Teamgrösse, Kundenkontakt, Arbeitsweg und Tagesrhythmus können ebenfalls wichtig sein. Ein bekannter Firmenname allein sagt wenig darüber, wie du dort ausgebildet wirst.

Notiere nach dem Besuch: Was habe ich beobachtet? Was gefällt mir? Was ist noch unklar? So wird aus einem ersten Eindruck eine begründete Entscheidung.

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Bauchgefühl? Frag genauer.

Bauchgefühl? Frag genauer.

Ein Signal. Noch keine Entscheidung.

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Dein Bauchgefühl verdient Aufmerksamkeit. Es ersetzt aber nicht die Fragen, die du vor einer Entscheidung klären solltest.

Mein Rat: Halte kurz fest, was du spürst und wodurch es ausgelöst wurde. Warst du nervös, weil alles neu war? Oder hast du eine konkrete Situation erlebt, in der du dich nicht ernst genommen fühltest? Das sind unterschiedliche Ausgangspunkte.

Suche Beispiele: Wie reagierte jemand auf deine Frage? Hast du eine verständliche Erklärung bekommen? War der Umgang respektvoll? Besprich Unklarheiten mit einer vertrauten Person oder der Berufsberatung. Frage beim Betrieb nach, wenn dir wichtige Informationen fehlen.

Ein angenehmer erster Eindruck ist schön, aber noch keine Garantie für eine gute Ausbildung. Umgekehrt muss anfängliche Unsicherheit nicht bedeuten, dass der Betrieb falsch ist.

Verbinde dein Gefühl mit Beobachtungen und Fakten. Welche konkrete Erfahrung steht hinter deinem «Ja» oder «Nein»?

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Entscheiden. Mit gutem Grund.

Entscheiden. Mit gutem Grund.

Vergleiche, was dir wirklich wichtig ist.

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Eine Lehrstelle wählen: nach Firmenname, Lohn, Arbeitsweg oder Bauchgefühl? Es hilft, mehrere Faktoren bewusst zu vergleichen.

Mein Rat: Schreib deine wichtigsten Kriterien auf. Dazu können passende Aufgaben, fachliche Begleitung, respektvoller Umgang, Rückmeldungen, Lernmöglichkeiten, Arbeitszeiten und ein bewältigbarer Arbeitsweg gehören. Auch die Anforderungen der Berufsfachschule und deine persönlichen Ziele zählen.

Lege fest, was für dich besonders wichtig ist. Vergleiche die Betriebe anhand von Beobachtungen und Antworten aus Gespräch und Schnuppern. Markiere offene Fragen, statt fehlende Informationen mit Vermutungen zu füllen. Ein höherer Lohn allein gleicht schlechte Betreuung nicht automatisch aus.

Hole dir eine zweite Sicht, aber lass deine eigenen Gründe sichtbar bleiben. Wenn eine Frist drückt, bitte rechtzeitig um Klärung oder etwas Bedenkzeit; der Betrieb muss diese nicht gewähren.

Eine gute Entscheidung braucht keine perfekte Sicherheit. Sie braucht genügend Informationen und Gründe, die du selbst nachvollziehen kannst.

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Aus der Praxis. Zum Mitnehmen.

Diese Sammlung wächst mit weiteren Impulsen zu Berufswahl und Bewerbung. Tipps, die auch auf LinkedIn erschienen sind, erhalten hier einen direkten Link zum Originalbeitrag.

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